Danke für Deine Hilfe!

18.04.2012
Der Marathon ist seit Wochen Geschichte. Der wichtigste Punkt stand noch aus: die Scheckübergabe. Wir wollten das Geld nicht einfach überweisen. Wir wollten persönlich vorbeischauen und die Leute kennenlernen, die ihre Freizeit dafür investieren, um erst Kindern zu helfen, bevor sie ihren Hobbies nachgehen. Und natürlich wollen wir Euch berichten, wo Eure Kilometer landen. Die prägnante Antwort: Sie landen am richtigen Fleck.
Die ausführliche: Die Elterninitiative Krebskranke Kinder München e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der von Eltern ins Leben gerufen wurde, deren Kinder selbst an Krebs leideten. Bereits seit 1985 gibt es die Initiative. Damals waren die Räumlichkeiten im Schwabinger Krankenhaus nicht nur hoch, sondern kalt, ungemütlich und genauso furchteinflößend wie die Diagnosen, die in ihnen gestellt wurden. Rund 20 Kinder, deren gemeinsame Schicksale einem noch heute sofort die Tränen in die Augen treiben, spielten, um wenigstens für Augenblicke zu vergessen. Doch die künstlich-sterile Nüchternheit des Hospitals ließ sie auch diesen alltäglichen Kampf gegen den Schmerz verlieren.
München ist dankbar, dass es die Elterninitiative gibt
Zu den medizinischen Heilungschancen und -wegen ihrer Kinder konnten die Eltern nicht viel beitragen. Zu den ebenfalls quälenden Momenten zwischen den Behandlungen jedoch schon. Sie schlossen sich zusammen, dekorierten, sammelten Geld und Spielsachen, halfen sich gegenseitig – hielten zusammen. Schließlich wusste keiner besser, was ihre Kleinen am meisten brauchen: Liebe und Lachen – und sei es nur ein kleines.
Dass Ihre Unternehmungen dabei von Beginn an von Weitsicht und Professionalität zeugten, zeigte sich in ihren schnellen wie großen Schritten. Bereits im ersten Jahr gewannen sie den damaligen BR-Moderator Thomas Gottschalk für werbewirksame Zwecke. Weitere bekannte Münchner wie die Spider Murphy Gang, Elmar Wepper oder Pumuckl-Erfinderin Elis Kaut folgten.
27 Jahre später ist nur noch Peter Seyb, der Schatzmeister, von den Gründern dabei. Während der Rest im Laufe der Jahre versuchte, zu vergessen, machte Peter Seyb immer weiter – für seinen Sohn. Heute verfügt die Initiative aus einem großen Netzwerk an Spendern wie den Sternstunden des Bayerischen Rundfunks, NEC, dem TSV 1860 München, zahlreichen Rechtsanwälten und private Spender. Letztere sind eminent wichtig, um die Arbeit am Laufen zu halten und führen ein mal mehr vor Augen, wie sehr jede einzelne Spende zählt. Was die Elterninitiative dabei bis heute auszeichnet: Als eingetragener gemeinnütziger Verein dürfte er bis zu 30 % seiner Gelder für Verwaltung und Personalkosten einsetzen. Tut er aber nicht, stattdessen kommt er mit 12 % aus.
Ohne Spenden, bliebe nur die Medizin
Vor allem regelmäßige Spenden ermöglichen es dem Verein nicht nur kontinuierlich zu helfen, sondern sein Angebot für die Eltern auch stetig auszubauen. So wurde erst kürzlich eine Wohnung angemietet, in der Eltern, die weiter entfernt wohnen, in der Nähe der Klinik übernachten können, um so schneller bei Ihrem Kind zu sein.
Zu den größten Errungenschaften zählt die Gründung der KONA - Koordinationsstelle psychosoziale Nachsorge. Denn bei einer Krebserkrankung leidet nicht nur das Kind, sondern neben den Eltern vor allem auch große und kleine Geschwister – die ganze Familie. Ist der Krebs besiegt, können die psychosozialen Folgen der Tortur in unterschiedlichster Ausprägung nachhallen. KONA hilft mit drei ausgebildeten und fest angestellten Mitarbeitern den Familien dabei, wieder zurück in einen Alltag zu finden. Eine Aufgabe, welche ein Arzt nicht zu leisten im Stande ist und für die auch keine Krankenkasse einen Topf hat. Das Gleiche gilt unter anderem für Kunsttherapeuten, Musiktherapeuten oder Ernährungsberater.
Auch Euer Geld wird KONA zu Gute kommen und damit rund 90 Kindern helfen. Vielleicht wird dabei auch ein Bild wie das von Vroni, Jasmin und Dani entstehen. Mit allen Farben, die der Malkasten zu bieten hat und sämtlichen Krankenhaus-Gegenständen, welche die drei entwenden durften und welche ihren Alltag begleiten, haben sie ein buntes Gemälde mit der Lebensfreude als Motiv gezaubert.
In ganz München kämpfen derzeit über 900 Kinder gegen den Krebs. Ein paar von ihnen sind auf der bunten Wand im Büro der Elterninitiative zu sehen. Sie alle lachen und zeigen mit ihrem Strahlen, warum es so essentiell ist, wofür sich die Elterninitiative mit Herz engagiert. Die Bilder zeigen auch, wie aufreibend dieses Engagement ist. Denn sie halten auch Momente fest, die nur noch in der Erinnerung fortleben. Wie seit wenigen Tagen auch das Bild ganz rechts an der Wand.
89 wird weiterhin das Engagement und die Aktionen des Vereins auch in Zukunft verfolgen und versuchen zu helfen. Wenn auch Du es nicht bei einer einmaligen Aktion belassen willst, dann notiere Dir:
Spendenkonto HypoVereinsbank
Hypovereinsbank München
Konto Nr. 24 400 40
BLZ 700 202 70

