Läuft.

04.03.2012
Der 89-Spendenlauf. Nur noch drei Wochen bis zum Marathon in Barcelona. Alle Spendenkilometer sind verkauft. Endgültiger Spendenstand: 913,95 Euro. Jetzt heißt’s: Durchhalten.
Ich muss mich entschuldigen. Ganze vier Wochen hab’ ich Euch keinen Statusbericht durchgegeben, wie ich mich für Eure Spendengelder quäle. Meine Ausrede: Ich konnte danach nicht mehr. Februar war echt brettelhart. Temperaturen weit unter Null. Das Halstuch war bereits nach einer halben Stunde hart gefroren und jeder Weg so vereist, dass ich es mich nicht nur einmal den Pinguin Belly-Slide hingelegt hab – also ab nach drinnen aufs Laufband. Dort kann man beim 30-km-Lauf nicht nur die Bundesliga-Zusammenfassung, sondern auch den Doppelpass und den Super-G der Damen in voller Länge anschauen – genauso kann man jenen nachschauen, mit denen man gekommen ist, die bereits aus der Sauna zurück sind und wieder heimgehen. Und trotz den Hamsterrunden gab’s natürlich eine Erkältung. War ja klar. Bilanz Februar: Über 200 Trainingskilometer und ein 15. Platz in meiner Altersklasse beim 20-km-Winterlauf mit 1:30:12. Dass ich nur dank eines Schubsers meines Laufkumpanen das Ziel traf, behalte ich Euch vor. Ebenso den Link zum Bewegtbildbeweis.
Nur noch 120 km …
Jetzt sind es auf den Tag genau noch drei Wochen und rund 120 Trainingskilometer bis zum großen Tag. Es steht genau noch ein langer Lauf über 32 km an, dann heißt es Ausrollen Richtung Barcelona. Gott sei Dank, denn die allsonntaglichen Fieber-Erscheinungen erschweren den weiteren Tagesverlauf erheblich. Großen Dank möchte ich dabei meinem neuen Lieblings-Kiosk Fräulein Grüneis am Eisbach aussprechen, welcher uns heute nach knapp 3 Stunden Dauerlauf mit einem Spezi auf Pump aus dem Unterzucker rettete und uns für einen kurzen, aber sehr emotionalen Moment vom Team ERDINGER Alkoholfrei (großer Dank an dieser Stelle an unseren generösen Klamotten-Sponsor!) zum Team Paulaner Spezi machte. Wir hoffen, wir dürfen unsere Wettkampfkleidung jetzt trotzdem behalten. Als medienwirksame Gegenleistung sind wir immerhin neulich dem Bayerischen Rundfunk beim Dreh am Isarufer mitten durchs Take gerannt.

Was haben mich die letzten vier Wochen gelehrt? Einiges. Nicht nur meine körperlichen Schwachstellen haben sich mir vorgestellt. Nein, auch mich selbst habe ich kennengelernt. Netter Kerl, muss ich sagen, Dufte-Typ. Aber was ich wirklich gelernt hab’, ist, mich zu motivieren. Mein Vorteil: Ich weiß, am Ende der Quälerei wartet die Belohnung. Einmal das erreichte Ziel und zum Weiteren die Übergabe unseres Spendenbetrags von sensationellen 913,95 Euro. Nur wer sein Ziel kennt, kennt auch seinen Weg – diese Weisheit habe ich einer sehr inspirierenden prominenten Bekanntschaft zu verdanken, welche meine Überraschung und mein kleines Dankeschön für/an Euch am morgigen Wochenstart ist.
Dass der Lauf eine Herzensangelegenheit ist, war von Beginn an klar. Dass er jedoch neue und größere Dimensionen als gedacht annimmt, nicht. An dieser Stelle möchte ich mich für die zahlreichen unterstützenden Worte von Euch allen bedanken. Sei es ein “Lauf, Forest, lauf!” oder das “Halt durch!” in der Betreffzeile der Spendenüberweisung. Die 3,5 Stunden werden lang und ich habe schon viele Wege in diesen Wochen kennengelernt, sich zu motivieren. Meine persönlichen Best Of habe ich Euch unten zusammengestellt. Die beste Motivation – egal, was man macht und anstrebt – ist aber irgendwie sich immer wieder bewusst zu machen, warum man es macht. Und wenn man die Antwort kennt, denkt man nicht daran, aufzuhören.
So wie diese Madl und Burschn hier:
Plan A für den Endspurt:
Plan B für den Endspurt:
… und wenn alles schief laufen sollte:
… und eines darf man nie vergessen:

