Rennen räumt den Magen auf

20.01.2012
Schon Mal gefragt, wie es am Arbeitsplatz eines Marathonisti aussieht und wie er sich den Tag über bereits auf den Abend vorbereitet? Nein? Ich zeig’s Euch trotzdem. Nämlich so wie auf dem Bild.
19.01.2012: Einheit Nummer 40, “50 Min. lockerer Dauerlauf mit 5 anschließenden 100m-Sprints”
Ganz ehrlich, dieser Herr Sprint, oder wer auch immer diese Form der Leibesertüchtigung erfunden hat, war ein Arsch. “Wie kann man einem Menschen nur so was antun?”, dachte ich mir heute gleich fünf Mal und versuchte anschließend alles da zu behalten, wo es hingehört. Bleibt die Frage, ob man einen erreichten Top-Speed von 36 km/h, den das Tracking-Programm errechnet hat, 4 Jahre nach der Fußball-Karriere veröffentlichen kann oder doch besser stillschweigend unter den Tisch kehren sollte.
Als ich langsam wieder fähig war, Luft aufzunehmen und erste Gedanken zu formen, stellte sich mir die Frage, wann ich zuletzt so schnell gelaufen bin wie es nur irgendwie geht. Und das so lange wie es nur irgendwie ging. Ich weiß es nicht mehr. Es ist nur ein erschreckendes Erlebnis zu merken, wie schnell schnell nicht mehr schnell genug ist. Wie muss es dann sein, um sein Leben rennen zu müssen? Wie muss es sein, rennen zu müssen, auch wenn man nicht mehr kann? Was kann ein Körper leisten, wenn der Kopf schon längst ausgestiegen ist? Und sind wir uns eigentlich bewusst wie wertvoll es ist, einfach so rennen zu können wie wir es wollen und dann auch stehen bleiben zu können, wann wir wollen?
Die Facts des heutigen Tages:


